Verbandsinformationen

Über uns

Die Arbeiterwohlfahrt hat in Mecklenburg-Vorpommern rund 6000 Mitglieder und ca. 6.400 Beschäftigte

 

Zu den wesentlichen Aufgaben der AWO zählen:

  • Vorbeugende, helfende und heilende Tätigkeit auf allen Gebieten der sozialen Arbeit, der Jugendhilfe und des Gesundheitswesens.
  • Anregungen und Hilfe zur Selbsthilfe.
  • Erprobung neuer Formen und Methoden der Sozialarbeit.
  • Schulung und Fortbildung zu Themen der Wohlfahrtspflege.
  • Mitwirkung an den Aufgaben der öffentlichen Sozial-, Jugend- und Gesundheitshilfe in Mecklenburg-Vorpommern.
  • Stellungnahmen zu Fragen der öffentlichen und freien Wohlfahrtspflege, Mitwirkung an Vorarbeiten zur sozialen Gesetzgebung.
  • Förderung der Gliederungen einschließlich des Landesjugendwerkes und deren Aufgaben, insbesondere durch Beratung, Zuwendungen und Darlehen.
  • Aufbau und Förderung bi- und multinationaler Beziehungen zu Anrainerstaaten, insbesondere der Ostseeregion.
  • Aufbau und Förderung des Tourismus von sozial schwachen Familien in Mecklenburg-Vorpommern.

 

Geschichte

1919
Die Initiative für die Gründung der Arbeiterwohlfahrt ging von der sozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten Marie Juchacz aus. Am 13. Dezember 1919 wurde die AWO in Berlin ins Leben gerufen. Der Verband sah seine Hauptaufgabe in der Demokratisierung des Wohlfahrtssystems in Deutschland. Neben den bis dato existierenden kirchlichen und konservativen Wohlfahrtsvereinen wurde jetzt eine Alternative geschaffen.
Getragen wurde der Verband hauptsächlich von Frauen aus der Arbeiterschaft (Marie Juchacz, Elfriede Ryneck, Louise Schroeder) und dem jüdischen Bürgertum (Helene Simon, Hedwig Wachenheim). Vor allem in den Anfangsjahren hatte der Verband mit der Anerkennung als Wohlfahrtsverband zu kämpfen. 1925 erfolgten die organisatorische Trennung von der SPD und die Organisation in lokalen Ortsvereinen.

20er Jahre
Zahlreiche lokale Gruppen organisieren in allen Teilen Deutschlands Nähstuben, Volksküchen, Werkstätten, Beratungsstellen oder Ferienverschickungen und Stadtranderholungen für Kinder. Sozialpolitisch engagierte sich die Arbeiterwohlfahrt in den Wohlfahrtsausschüssen von Städten und Gemeinden, in Sozialrentnerausschüssen oder in den örtlichen Waisenräten.

1931
Innerhalb von 12 Jahren konnte die AWO bereits 135.000 Mitglieder gewinnen.

Anfang der 30er Jahre
Die AWO protestiert gegen die Nationalsozialisten. Mit der Machtergreifung Hitlers drohen Verbot und Enteignung. Der AWO Hauptausschuss beschließt die Umwandlung in eine von der SPD unabhängige Organisation.

1933
Die AWO Ausschüsse werden von den Nazis als staatsfeindliche Organisationen verboten und zu Gunsten der NS-Volkswohlfahrt enteignet. Die Jahre des Dritten Reiches sind durch Verfolgungen und Verhaftungen gekennzeichnet.

1945
Ehemalige Mitglieder finden sich wieder zusammen und bilden die ersten Arbeitsgruppen. Jedoch wird die Arbeiterwohlfahrt nur in den drei westlichen Besatzungszonen zugelassen. In der Bundesrepublik entwickelt sie sich zu einem der fünf großen Verbände der Freien Wohlfahrtspflege. Das Aufgabenspektrum umfasst alle Bereiche der sozialen Arbeit.

1990
Die AWO wird in den fünf neuen Bundesländern neu gegründet. In der Neugründung und im Aufbau wird sie von zahlreichen Gliederungen aus den alten Bundesländern unterstützt.